Gewichtsreduktion

Bei der Behandlung von Übergewicht ist es wichtig, zuerst zu untersuchen, warum der Betroffene übergewichtig ist. Sicher entsteht Übergewicht dadurch, dass man mehr Kalorien zu sich nimmt als der Körper verbraucht.

Aber warum nehmen die Betroffenen zu viel Kalorien zu sich?
Mangelnde Selbstkontrolle wird übergewichtigen Menschen oft vorgeworfen.
Aber so einfach ist es nicht! Wenn es nur mangelnde Selbstkontrolle wäre, würden viel weniger Menschen übergewichtig sein.

Wenn man ausschließen kann, dass eine Gewichtszunahme körperlich bedingt (z.B. Schilddrüsenunterfunktion) oder eine Nebenwirkung von Medikamenten sein kann, gibt es folgende drei Ursachen für Übergewicht:

  • Verknüpfung von Essen mit Emotionen

  • mangelnde Motivation

  • Stress

Machen Übergewichtige eine Diät, haben nur diejenigen, bei denen die Ursache für das Übergewicht „mangelnde Motivation“ ist, eine echte Chance, erfolgreich und nachhaltig abzunehmen. Denn bei den beiden anderen genannten Ursachen ("Verknüpfung von Essen mit Emotionen" sowie "Stress") kommen immer starke Impulse aus dem Unterbewusstsein, die dazu drängen, zu essen oder zu naschen. Diese Impulse aus dem Unterbewusstsein können zwar von der Willenskraft für eine Zeit lang unterdrückt werden, aber auf Dauer unterliegt die Willenskraft immer diesen Impulsen.

Erfolgreich abnehmen können diese Menschen daher nur, wenn die Impulse aus dem Unterbewusstsein aufgelöst werden.

Manche Menschen lernen in der Kindheit, Essen mit Emotionen zu verknüpfen. Dieser Lernvorgang ist unbewusst und wird daher vom Bewusstsein nicht wahrgenommen.
Die Emotionen, die mit dem Essen verknüpft werden, können sowohl positiv als auch negativ sein. Kommt es jetzt zu einem Mangel an diesen positiven Emotionen oder zu einem Auftreten der negativen Emotionen, reagiert das Unterbewusstsein mit dem Drang zu essen, dem man sich nur äußerst mühsam widersetzen kann. 

  • Verknüpfung einer positiven Emotion mit Essen:
    Ein Kind hat neun Geschwister und bekommt dadurch niemals die gesamte Aufmerksamkeit eines Erwachsenen. Eines Tages kommt ein Onkel vorbei und lädt dieses Kind in ein Restaurant ein. Zum ersten Mal in seinem Leben erhält dieses Kind die gesamte Aufmerksamkeit eines Erwachsenen – und zwar beim Essen.
    Dadurch findet im Gehirn eine Verknüpfung zwischen Aufmerksamkeit und Essen statt, anders ausgedrückt: das Unterbewusstsein lernt, Aufmerksamkeit und Essen gleichzusetzen.
    Bekommt dieses Kind als Erwachsener einen Mangel an Aufmerksamkeit (d.h. der Erwachsene fühlt sich z.B. ungeliebt), greift das Unterbewusstsein auf diese Lernerfahrung aus der Kindheit zurück und erzeugt einen starken Drang zu essen oder zu naschen.

  • Verknüpfung einer negativen Emotion mit Essen:
    Jedes Mal wenn ein kleines Kind traurig ist, bekommt es zum Trost ein Stück Schokolade zum Naschen.
    Dadurch findet im Gehirn eine Verknüpfung zwischen "Traurigkeit" und "Abhilfe durch Naschen" statt, anders ausgedrückt: das Unterbewusstsein lernt, Trost und Schokolade gleichzusetzen.


Auf diese Weise kann jede Emotion mit Essen oder Naschen verbunden werden. Sehr oft wird z.B. Liebe, Anerkennung, Langeweile, Kummer, Schutz oder Belohnung mit Essen verknüpft.
In diese Kategorie fallen auch Frauen, die sexuell misshandelt worden sind. Bei ihnen kann das Unterbewusstsein das Übergewicht als Schutzschicht nutzen.

Aber auch wenn oben genannte Fallbeispiele gut nachvollziehbar sind, kann es manchmal noch viel komplexer und teilweise für das Bewusstsein unlogisch sein, denn das Unterbewusstsein handelt nach seiner eigenen Logik.

© 2017 Stefanie Tepe, Deichstraße 14, 49393 Lohne

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